Wir erleben es jedes Jahr: Die Motivation im Januar ist groß, die Vorsätze klingen gut – und bis zum Frühling sind die meisten wieder vergessen. Der Unterschied zwischen denen, die wirklich vorankommen, und denen, die jedes Jahr dasselbe wiederholen, liegt fast immer am System, nicht am Willen.
Hier sind die sechs Dinge, die wir mit unseren Mandanten regelmäßig umsetzen und die nachweislich den größten Unterschied machen.
1. Konkrete Zahlen statt vager Wünsche
„Mehr sparen“ ist kein Vorsatz, das ist ein Traum. Wir beginnen fast immer mit einer kurzen Bestandsaufnahme: Einnahmen, Ausgaben, Verträge, Raten. Am Ende steht eine klare, realistische Zahl: „Ab Februar 380 € monatlich in den Sparplan“ oder „bis Ende 2026 12.000 € Schulden tilgen“. Ohne konkrete Zahl und Termin bleibt es bei guten Absichten.
2. Automatisierung schlägt Disziplin
Die Mandanten, die am meisten Fortschritt machen, sind nicht die mit der stärksten Willenskraft – sie haben sich die Willenskraft erspart. Daueraufträge am 1. oder 2. des Monats: Sparplan, Tilgung, Altersvorsorge, Notgroschen. Einmal 20-30 Minuten im Januar einrichten – danach läuft es von allein.
3. Die 50-30-20-Regel als grobe Orientierung
50 % fürs Leben (Fixkosten + Lebenshaltung), 30 % für Wünsche und Genuss, 20 % für Zukunft (Tilgung + Vermögensaufbau). Die meisten starten bei 65-30-5 oder schlechter. Schon 5-10 Prozentpunkte mehr in die Zukunft umlenken, machen über 10 Jahre einen fünf- bis sechsstelligen Unterschied. Wir rechnen das in wenigen Minuten durch und zeigen die größten Hebel (meist Versicherungen, Abos, unnötige Ratenkredite).
4. Erst teure Schulden tilgen, dann investieren
Dispo mit 10-14 %, Ratenkredite mit 7-9 % sind die heimlichen Renditekiller. Bevor neues Geld in ETFs oder Fonds fließt, tilgen wir teure Verbindlichkeiten. Ausnahme: geförderte Altersvorsorge mit Arbeitgeberzuschuss oder staatlicher Zulage – die laufen oft parallel.
5. Kleiner, aber solider Notgroschen
Ein Puffer von 1–2 Nettomonatsgehältern auf einem Tagesgeldkonto (aktuell wieder 2-3 %) reicht für die meisten Menschen als psychologisches Schutzschild. Das schützt vor Panikverkäufen und teuren Krediten, wenn mal die Waschmaschine oder das Auto streikt. Mehr als 2 Monate sind oft „totes Kapital“ – besser in liquide, aber renditestärkere Anlagen stecken.
6. Gehaltserhöhung & wegfallende Raten clever nutzen
Das ist einer der mächtigsten Hebel, den wir immer wieder empfehlen: Von jeder Gehaltserhöhung und jedem wegfallenden Kredit (z. B. abbezahlte Autofinanzierung) fließen mindestens 50 % direkt in den Vermögensaufbau oder die Schuldentilgung. Die andere Hälfte darf man genießen – so bleibt die Motivation hoch und der Lebensstandard steigt nicht automatisch mit. Dieser „50-Prozent-Regel“ verdanken viele unserer Mandanten in 3-5 Jahren einen echten Sprung im Vermögen.
Fazit
Gute Finanzvorsätze scheitern fast nie am Wunsch, sondern fast immer am fehlenden System. Wer im Januar Automatismen einrichtet, klare Zahlen festlegt und die „50-Prozent-Regel“ bei jeder Verbesserung anwendet, hat am 31. Dezember 2026 Grund zum Feiern – echten Fortschritt.
Wenn auch du dieses Jahr wirklich etwas verändern möchtest und dir ein neutraler Blick von außen hilft, die ersten Schritte richtig zu setzen – melde dich gerne. Wir machen aus deinen Vorsätzen ein einfaches, lauffähiges System, das auch dann funktioniert, wenn der Alltag wieder ruft.
Auf ein finanziell starkes 2026!



